Richtiges Pratzentraining – Diese Möglichkeiten haben Fortgeschrittene!

Eine Pratze ist ein Schlagpolster, mit dem man Schläge und Tritte trainieren kann. Welche Trainingseffekte ein Pratzentraining auf den Sportler hat, hängt davon ab, wie man die Pratzen benutzt.

Was für Effekte kann ich mit einem Pratzentraining erreichen?

  1. Verbesserung der Schlagwirkung / Schlagkraft
  2. Verbesserung der Schnelligkeit
  3. Einüben von Kombinationen oder einzelner Techniken
  4. Verbesserung der Reaktionsfähigkeit
  5. Verbesserung der Ausdauer

In welchem der fünf Bereiche man die größten Fortschritte macht, hängt davon ab, wie man die Pratzen genau benutzt.

Als Erstes muss man sich also Gedanken machen, was man mit dem Pratzentraining erreichen will. Wenn man sich darüber im Klaren ist, muss man gegebenenfalls noch die richtige Pratze für diese Art des Trainings auswählen und dann kann es losgehen. Einige der fünf genannten Bereiche lassen sich auch gut miteinander kombinieren.

Im Folgenden gehe ich auf die Unterschiede von einem Training der Schlagkraft bzw. Schlagwirkung und einem Schnelligkeitstraining ein.

1. Pratzentraining zur Verbesserung der Schlagwirkung / Schlagkraft

Diese Art des Pratzentrainings bietet sich an, wenn man einen K.O.Schlag trainieren will.

Um seine Schlagwirkung zu verbessern, ist es wichtig, dass die Pratze einen hohen Widerstand bietet. Kleinere Handpratzen sind hierfür weniger gut geeignet.

Hierfür empfehle ich eine große, dicke Pratze, die man vor den eigenen Körper halten kann, um zusätzlich Widerstand zu erzeugen. KWON Schlagpolster, schwarz, 75 x 35 cm

Folgende Dinge sind zu beachten, um in erster Linie die Schlagkraft zu trainieren.

  1. Der Halter der Pratze, hält die Pratze eng am Körper, so dass die Schläge oder Tritte nicht ins Leere gehen, sondern auf einen Widerstand treffen.
  2. So bald Kontakt mit der Pratze entsteht, sollte der Widerstand durch den Pratzenhalter so gewählt werden, dass der Trainierende die Technik komplett ausführen kann. (Nicht zu stark gegenhalten, dass vor eine „Wand“ geschlagen wird)
  3. Die Schläge oder Tritte werden jedes Mal mit voller Kraft und Geschwindigkeit ausgeführt.
  4.  Es sollten nicht mehr als zehn Wiederholungen pro Technik hintereinander ausgeführt werden.
  5. Die Pause sollte so lang sein, dass man die Technik wieder mit voller Kraft ausführen kann. (Pausenzeit mindestens drei Minuten)

In der Pause muss man natürlich nicht untätig sein, sondern kann zum Beispiel nach einer Schlagtechnik eine Tritttechnik trainieren. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass man bei jeder Serie konditionell voll erholt ist.

2. Verbesserung der Schnelligkeit

Diese Art bietet sich an, wenn man beispielsweise für Point-Fighting Wettkämpfe trainiert, bei denen die Schnelligkeit an oberster Stelle steht und eine große Schlagwirkung unwichtig ist.

Hierfür sind die großen Schlagpolster eher ungeeignet. Es bieten sich kleine Handpratzen oder spezielle Schnelligkeits-Mitts an.Handpratzen 2er-SetHand Mitt Taekwondo-Pratze

Folgendes ist zu beachten, um die Schnelligkeit mit Pratzen zu trainieren.

  1. Die Schläge oder Tritte werden bei jeder Wiederholung mit maximaler Beschleunigung bzw. Geschwindigkeit ausgeführt.
  2. Auch hier sind lange Pausen und wenig Wiederholungen zu empfehlen. ( 10 Wiederholungen, 3 Minuten Pause pro Technik)
  3. Das Zurückziehen sollte ebenfalls mit maximalerer Geschwindigkeit trainiert werden.

Ein Schnelligkeitstraining lässt sich gut mit einem Training der Reaktionsfähigkeit oder einem Training von Kombinationen kombinieren.

FazitRichtiges Pratzentraining für die Schlagkraft

An Hand dieser zwei Beispiele kann man sehen, dass richtiges Pratzentraining abhängig von den eigenen Zielen ist.

Wer in einem Bereich trainiert, wird sich auch in anderen Bereichen verbessern, allerdings nur bis zu einem gewissen Punkt.

Wer speziell in einem Bereich Fortschritte machen möchte, der sollte sein Training daran anpassen und die oben beschriebenen Details beachten.

 

 

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